Posts filed under 'Menschen'
Eis-Alarm an der Elbe
Den Schleswig-Holsteiner zieht es an freien Tagen an die Luft. Die gibt es erstens: kostenlos, zweitens: in unbegrenzter Menge (zugegeben, beides gilt auch in anderen Regionen), drittens: in überwiegend erstklassiger Qualität und viertens: in Verbindung mit einmaligen Naturerlebnissen. So auch beim Ausflug an die Elbe zum Jahreswechsel. Beliebtes Ziel und fast noch ein Insider-Tipp ist das Elbufer zwischen Hetlingen und Wedel. Ein Erfahrungsbericht. (mehr…)
Add comment 4 Januar, 2009
Erlebte Geschichte: Mittelalterliche Flucht
Wer glaubt, dass zwei Männer ihren Traum begraben, bloß weil Politiker damit nicht einverstanden sind, liegt falsch. Öffentlich ist es still geworden um das Midgard-Projekt in Haseldorf. Doch der Plan, eine frühmittelalterliche Siedlung in der Gemeinde aufzubauen ist weit davon entfernt, begraben zu werden. Mit zwei aufwendig vorbereiteten Aktionen machen die Initiatoren Wolfram Rittker und Bernard Haarmeyer wieder auf sich aufmerksam. (mehr…)
Add comment 23 Juli, 2008
Neulich beim Rudelgucken
Viele Leute sitzen zusammen. Alle Gesichter sind in die selbe Richtung gedreht. Wie von Zauberhand halten alle gleichzeitig die Luft an, klatschen, jubeln oder pfeifen und stöhnen missbilligend. Ganz nebenbei steigt der durchschnittliche Konsum von – häufig alkoholischen – Getränken. Das freut die gastgebenden Wirte. Klar, die Menschen sehen sich gemeinsam ein Fußballspiel an. Macht richtig Spaß in großer Runde auf großer Leinwand. Allerdings ist der Spaß zu Ende, wenn Sprachfreunde darüber nachdenken, was sie dort eigentlich tun. Public viewing. Gemeinsam öffentlich gucken soll mit dem Begriff beschrieben werden. Gibt es denn dafür kein deutsches Wort? Doch, gibt es. Zumindest Ideen. Die Aktion Lebendiges Deutsch schlägt Schau-Arena vor. Im Kollegenkreis wurde Rudelgucken erdacht, wahlweise abgemildert zu Gruppengucken. Weitere kreative Ideen sind nicht nur willkommen, sondern absolut notwendig. Denn das, was hierzulande Stimmung (je nach Ausgang der Partie von ausgelassen-fröhlich bis zu niedergeschlagen-entsetzt) in einer Fremdsprache macht, ist absolut kein Grund zum Freuen. Andernorts beschreibt „public viewing“ eine öffentliche Aufbahrung.
1 comment 15 Juni, 2008
Fleisch ist meine Gardine
Die Geschmäcker sind ja glücklicherweise verschieden. Aber was hier im Fenster hängt, ist nicht jedermanns Sache und bestimmt einen genauen Blick wert.
Für alle Zweifler: Ja, es sieht tatsächlich wie ein echter Schinken aus. Probiert wurde er von mir nicht… Aber so ein tolles Stück soll ja bekanntlich luftig hängen, bis er seinen volle Reife erreicht hat. Schon deshalb (und auch wegen des Designs der Stoffgardine) ist anzunehmen, dass es sich nicht um ein Dekostück für die moderne Küche handelt.
Add comment 11 Juni, 2008
Schafshitze
Mal so ganz unter uns: Es macht doch viel mehr Spaß, unseren Freunden, den Schafen, beim Baden zuzusehen, als beim Frieren. Denn das müssen sie bei der Schafskälte um den 11. Juni herum manchmal.
So ist es recht: Mama planscht mit dem Nachwuchs im Pool, Papa döst unterm Sombrero.
Nette Abwechslung: Tantchen kommt zu Besuch beim Badespaß.
An dieser Stelle sei den kreativen Köpfen des Gartencentrums im Namen aller Passanten herzlich für die tägliche Freude beim Vorbeifahren gedankt!
Add comment 9 Juni, 2008
Kinderarmut: Auch kleine Schritte können helfen
Jetzt ist es wirklich nicht mehr zu übersehen: In Deutschland leben viele Kinder in Armut. Das ist das Ergebnis des gerade vorgestellten Unicef-Reports über „Lebenschancen von Kindern in Deutschland“. Kurzes Fazit: Die Armut von Kindern wächst. Besonders diejenigen, die mit nur einem Elternteil aufwachsen sind deutlich benachteiligt. Wie auch ein vergleichsweise kleiner Verein der wachsenden Kinderarmut etwas entgegensetzen kann, zeigt ein Beispiel aus Elmshorn. (mehr…)
Add comment 26 Mai, 2008
Minderheitenregierungen in Schleswig-Holstein
Sie wollen Vertreter des Volkes sein. Und doch scheinen die Politiker taube Ohren zu haben, wenn es ums Zuhören geht. Was wollen die Bürger? Bestimmt nicht Wahlvieh sein, um Macht zu erhalten. Sie wollen klare und vor allem verlässliche Ansagen, Ziele und Marschrichtungen. Und das – seien wir doch mal ehrlich – fehlt in diesem Land seit langem. Die Folge: Jetzt haben wir keine Volksvertretungen mehr in den Städten, Gemeinden und Kreisen Schleswig-Holsteins, sondern Minderheitenregierungen. Die Wahlbeteiligung ist mit landesweit durchschnittlich 49,5 Prozent auf einen historischen Tiefpunkt gesunken. Das ist mehr als die viel zitierte Politikverdrossenheit. Das ist Frustration. (mehr…)
Add comment 26 Mai, 2008
Film der Feuerwehr ist fertig
Atemschutz, Sauerstoffflasche, Schutzkleidung und Beil: Ein Feuerwehrmann macht sich in voller Ausrüstung auf den Weg. Hinein in die Flammenhölle, die qualmend nach ihm leckt. Einsamer Könner in mutiger Mission um Menschen und Häuser zu retten. Das ist nicht der Beginn einer Szene für einen amerikanischen Thriller, sondern die Beschreibung eines Titelfotos. Genauer: Der Imagefilm der Landesfeuerwehr Schleswig-Holstein ist fertig! Und für die DVD-Hülle wurde ein Einsatzbild ausgesucht und bearbeitet, das gleichermaßen Abenteuer, gespannte Bereitschaft, Können, Vertrauen auf gute Ausbildung und Hilfe in letzter Minute signalisiert. (mehr…)
1 comment 6 April, 2008
Hoffen auf hanseatisch
Auch vielen Nicht-Hamburgern dürfte inzwischen bekannt sein, dass Deutschlands nördlichste Metropole mehr Brücken hat, als Venedig. Die braucht sie um ihre diversen Wasserwege zu überbrücken. Dazu gehören auch die von Touristen und Bewohnern zu Recht so beliebten Fleete.
In engen Wasserstraßen sanft dahingleitend eröffnen sich immer wieder wundersame Aussichten

So wie diese bemalte Hinterfront zum Beispiel. Dort gibt es zwar keinen Anleger, aber einen Hinweis, wo es hingehen könnte, wenn es denn ginge.

Ein Zugang für wagemutige Touristen, für kulturbeflissene Frösche, für Neptun und seinesgleichen? Oder nur ein Zeichen für die Weltoffenheit der Stadt?
Add comment 3 April, 2008
Neulich auf dem Parkplatz
Es ist nicht so einfach, in der Flensburger Innenstadt einen Parkplatz zu finden. Zumindest nicht so einen, der den ganzen Tag über kostenfrei genutzt werden kann. „Hier können wir parken“, hatte ein Geschäftsmann herausgefunden und steuerte seine Limousine auf einen freien Platz. „Aber da ist doch eine Kette“, wandte sein Kollege und Mitfahrer ein. „Die ist immer offen. Ich habe hier schon oft gestanden.“ Ist doch immer beruhigend, einen Insider an der Seite zu haben. Am Ende eines sehr langen Arbeitstages dann die Überraschung: Kette vor, Auto eingeschlossen. Aber Manager wären nicht erfolgreich, wenn sie keine Ideen hätten. Kurzerhand stellte sich einer der beiden gut gekleideten Anzugträger auf die Kette, die lust-lose zwischen Schloss und Pfahl hing und spannte sie damit. Er forderte den anderen auf, Kette oder Schloss mit einem herzhaften Sprung auf die Eisenglieder zu sprengen. Mehrere Hopsversuche: Füße brannten – Kette hielt. Den großen Wagen drüberfahren? Zu riskant für die Hinterachse. Die Lösung nahte in Form einer Frau, deren Wagen ebenfalls eingeschlossen war. Kette zu zweit anheben während ein Wagen durchfährt. Feierabend gerettet.
Add comment 19 März, 2008
